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Gerd Gummersbach interviewed
Author:
killaswitch
Publishing date: 18.09.2003 15:00
Cla.at: Du bist ja nun selber bei einem Printmedium, bei der RIDDIM. Was machst Du da genau? Was sind jetzt deine Pläne, bei der RIDDIM, für die RIDDIM?
GG: Ich versuche dir nach wie vor zu vermitteln, welche Platte du kaufen sollst (Lacht). Das heißt, ich organisiere den Review-Teil plus die Buchseiten, also den sogenannten Servicebereich. Das ist so der Schwerpunkt.
Cla.at: Heißt es, Du schreibst auch selber Reviews?
GG: Das habe ich mir bis jetzt verkniffen. Der Tag mag kommen, bis dato aber nur die redaktionelle Arbeit.
Cla.at: Und was sind sonst deine Pläne für die Zukunft?
GG: Keine konkreten. Ich werde jetzt erst mal eine Zeit lang die RIDDIM machen und mal gucken, was sich sonst noch so entwickelt. Ich arbeite jetzt nicht an "dem nächsten" Schritt.
Cla.at: Hast Du sonst noch etwas den Lesern zu vermitteln?
GG: Ich schließe mich da diversen Kollegen an, zum Beispiel dem Ingo. Die Leute sollen sich mehr mit jamaikanischer Kultur beschäftigen. Zu viele Leute sind auf Dances unterwegs, denen ansonsten die jamaikanische Kultur am Arsch vorbeigeht beziehungsweise die sie überhaupt nicht interessiert. Ich benutze da gerne dieses Bild des "Ravers", und ich glaube, so ein Publikum ist inzwischen auch stark auf Dances vertreten. Und den "Raver" hat's auch nie interessiert, woher seine Musikkultur kommt, und auf Dances sieht's oft ähnlich aus. Die Leute wollen einen guten Abend gehabt haben, Dancehall ist eine Musik zu der es sich gut zappeln lässt, das finden die Mädels, und wo die Mädels sind waren die Jungs ja auch schon immer, und das war's dann auch. Ansonsten reicht's für viele Leute, die auf Dances gehen, sich ab und zu mal ein Mixtape zu "besorgen", und das tut's dann. Und das ist ein bisschen schade, weil die Qualität von einem Dance nur besser werden kann, wenn es eine Interaktion gibt zwischen dem Publikum und den Leuten, die den Sound machen. Und Interaktion kann es nur geben, wenn die Leute zum Beispiel wissen, wovon der MC da gerade spricht in seinem Speech. Solange dem nicht so ist und ein Grossteil des Publikums es eher als eine Art akustische Einlage sieht, dann ist das ein bisschen vergeben, was da so getrieben wird.
Cla.at: Ja dann kann ich mich nur noch für das ausführliche Interview bedanken, und alles Gute!
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